Post für Stefan, Sascha und Sebastian. Während
die drei Anti-Antifa Rabauken mit Kino-Qualitäten weiter wild an
ihrem Web-Auftritt arbeiten - denn zwei der drei Aktivisten arbeiten
gerade ein politisches Konzept aus - kümmern wir uns um den
Werdegang des Trios.
Mehrere Briefe wurden verfasst, diese klärten über Stefans, Saschas und
Sebastians Aktivitäten auf. Stefanie Erkenhoff, Sprecherin
der Antifa Delmenhorst formulierte wie folgt:
„Wir lassen die Erziehung des Trios nicht zur Zitterpartie werden,
deshalb suchen wir noch den Dialog mit Eltern, Schule und Ausbildung
- was die davon halten werden wir spätestens nächste Woche auf der
Website der drei lesen können!"
Somit scheint sich ein dunkler Schatten im Rechten-Paranoia Land
auszubreiten, Stefan spekuliert über mögliche Anzeigen gegen die
„lächerliche“ Antifa – dann fällt ihm aber auf, dass sie doch auch
einige „schöne Fotos“ auf ihrer Website veröffentlichen wollen – da
fällt es schwer, andere für ähnliches zu belangen. Sebastian und
Sascha schweigen zu den Geschehnissen – mancher könnte spekulieren
Stefan würde bald alleine dastehen.
Stefanie Erkenhoff erklärte weiter:
„Wir nehmen uns das Recht, weitere Aktionen gegen die drei
durchzuführen, auch wenn die Gruppe bislang eher lächerlich wirkt,
besteht die Gefahr, dass sie über ihre Website an erfahrenere Nazis
geraten!“
Somit werden wir Stefan, Sascha und Sebastian weiter im Auge
behalten - denn wenn schon niemand für eine gute Erziehung sorgt
müssen das wohl wir übernehmen!

Eher peinlich, Rechter Kindergarten. Von Links nach Rechts:
Sebastian, Sascha der Linke und Stefan der Rabe.
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Doch nicht nur die NPDler kriechen langsam aber
mutig aus ihrer Braunen Hundehütte - auch einige
durschnittsjugendliche entschieden sich für den Weg Rechts von
Annette Schwarz.
Mit einer der Anti-Antifa Nürnberg nachempfundenen
Website und viel Enthusiasmus begann am 04.01.2008 eine weitere
Rechtsextreme Gruppierung in Delmenhorst aktiv zu werden, das
dynamische Trio im Durschnittsalter von 17 Jahren stellte auch
prompt ein Politisches Grundkonzept auf das seinesgleichen sucht,
tatsächlich wollen die drei weniger Ausländer, arbeitslose und
Kriminalität - und so weiter. Stefan R. aus Ganderkesee (Adresse
auf Nachfrage - "Ausbildung bei Fernseh Fleischer Ganderkesee") fertigte
hierbei eine Website an (denn er hat ja Photoshop) und möchte der
Antifa Delmenhorst „so richtig einheizen“ – Aufkleber sollen
gedruckt werden, wo wissen die drei noch nicht so genau, aber man
kann sich ja mal informieren, denn „sowas gehört geplant“. Sascha
L. aus Delmenhorst (Realschule an der Lilienstraße – Adresse auf
Nachfrage) geht das Projekt nicht weniger euphorisch an, er ist
„beriet“ und möchte die Antifa „zu bluten bring“. Der dritte im
dynamischen Trio - Sebastian – ebenfalls auf der Realschule an der
Lilienstraße – fragt schon mal bei seinen Kumpels nach – da kann er
das Design machen, aber das übernimmt dann doch lieber Stefan.
Wie die Seite aufgebaut sein soll wissen die Drei noch nicht – aber
sie haben da eine Idee – unter dem Punkt „Grundsatz“ soll die
„Politische Meinung“ veröffentlicht werden – und wenn das alles dann
irgendwann läuft dann lässt sich die Bande „ordentlich eion paar
Aufkleber drucken“ und dann „treffen“ sie sich „abends ma“ –
„trinken bisel was“ und gehen dann „ma auf Tour“ und „machen ma
bisel Werbung für sich“.
Fast ist es eine idyllische Vorstellung – wäre da nicht der
Nazihintergrund – und so wenden wir uns noch einmal persönlich an
die Drei: Stefan - wie wärs wenn du im Schwimmverein bleibst und mit
Kindern im Becken plantscht? Sascha – wie wärs wenn du einfach
weiter Computer spielst und die Finger von Politik lässt, das gilt
natürlich auch für Stefan! Sebastian – wenn du so weitermachst sehen
wir uns gezwungen mal mit deinem Lehrer zu reden!
Wir werden die Geschehnisse rund um die „Antiantifa Delmenhorst“
selbstverständlich weiter im Auge behalten – zusätzliche
Informationen sind per Mail erhältlich, für Nachfragen sind wir wie
immer unter der üblichen Mailadresse erreichbar.
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Bewegung tut gut - auch Torsten Münstermann - und so machte dieser
sich auf den Weg und lieferte erst seine 113 gesammelten
Unterschriften zum Wahlantritt ab - und machte sich anschließend,
einige Wochen später, auf den Weg in Richtung Deichhorst und
verteilte flächendeckend Wahlkampfzeitungen der NPD.
Der Parkplatz des Nutzhorn-Centers hatte es den Nazis hierbei wieder
besonders angetan, per Postwurf verteilten sie ihre Wahlkampfzeitung
"Gemeinsam für Niedersachsen" und schickten anschließend zwei
Jugendliche auf den Weg um das Material auch noch unter die
EinkäuferInnen zu bringen - schade bloß das ein großteil im Müll
landete.
Der Antritt einer Rechtsextremen Partei schockt die im Wahlkampf
stehenden Politiker jedoch weniger - die CDU (unter
Spitzenkandidatin Annette Schwarz) sieht dort auch nur ein geringes
Problem, es sei doch viel nötiger sich weit genug von den Linken
abzugrenzen - nach Rechts scheint wohl zu wenig Spielraum.
Problemlos verliefen die Unterschriftensammlung aber keinesfalls -
Thorsten Muenstermann wurde mit einer geladenen Pistole bedroht und
sah sich gezwungen die Polizei zu alarmieren.
Wir garantieren: Die vorgehaltene Waffe war erst ein
Vorgeschmack darauf, was die NPD während ihres Wahlkampfes zu
erwarten hat!
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